Brauchtum & Kultur

  • Die Pfarre Krakauebene

    Die Bewohner des Hochtales der Krakau waren seit der Errichtung der Pfarre Ranten in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts dieser zugehörig...

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    • Die Bewohner des Hochtales der Krakau waren seit der Errichtung der Pfarre Ranten in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts dieser zugehörig.

      Das Pfarrgebiet umfasste außer dem Krakautal das Rantental mit dem Kirchdorf Ranten und Schöder mit den umliegenden Siedlungsgebieten. Nur Ranten, Schöder und Krakaudorf haben einen geschlossenen Siedlungskern, sonst handelt es sich um Streusiedlungen. Das Einzugsgebiet der Pfarre war so groß, dass der am weitesten von Ranten Wohnende 4 Stunden zur Pfarrkirche zu gehen hatte. In den späteren Filialkirchen St. Oswald in Krakaudorf und St. Ulrich am Hollerberg wurde bis ins 17. Jahrhundert nur jeden zweiten oder dritten Sonntag Messe gelesen. Diese Kirchen hatten weder Tauf- noch Begräbnisrecht.
      Schon um die Mitte des 18. Jahrhunderts hatte Maria Theresia die Bischöfe aufgefordert, Pläne auszuarbeiten, wie durch Umpfarrung oder Neuerrichtung von Pfarren oder Lokalien den religiösen Bedürfnissen der Bevölkerung in den Streusiedlungen der Alpentäler besser entsprochen werden könnte. Konkrete Zahlen über die Bewohner der "Gräben" lagen ja erst seit der Seelenzählung des Jahres 1754 vor.

      Wenn auch diese Zahlen nicht vollkommen verlässlich sind, so kann doch die für die Pfarre Ranten angegebene Zahl von 3833 Seelen als zutreffend angenommen werden. Im Jahre 1760 wurde Krakaudorf als selbständiges Vikariat errichtet. Dem Vikar (Pfarrer) von Krakaudorf fiel dabei die seelsorgerische Betreuung der Bevölkerung des gesamten Hochtales der Krakau zu. Es sind ungefähr 1500 Seelen gewesen. Die Gottesdienst fanden hauptsächlich in der Kirche Krakaudorf statt. Ungefähr 600 bis 700 Bewohner der Streusiedlungen im westlichsten Teil des Tales hatten nach wie vor 2 bis 3 Stunden zur Kirche zu gehen.

      In der Pfarregulierungsverordnung Kaiser Josephs II. vom Jahre 1785 war für diesen Teil der Bevölkerung des Tales die Errichtung einer Pfarre in "der Gegend Schatten" festgelegt. Außer dem heutigen Gebiet der Gemeinde Krakauhintermühlen sollten von der neuen Pfarre aus auch Teile des Gebietes der Gemeinde Schatten betreut werden.
      Der Baubeginn einer Kirche verzögerte sich aber. So baten die Bauern der entlegenen Siedlungen Figler, Moos, Schatten, Klausen und Ebene zu Beginn des Jahres 1787 Bischof und Kreisamt, entweder in der alten Kirche St. Ulrich am Hollerberg wieder Gottesdienste zu ermöglichen oder einem Kirchenneubau an einem gut gelegenen Platz zuzustimmen.

      Da die alte Kirche den Behörden als einsturzgefährdet beschrieben wurde, stimmten weltliche Behörden und auch der Bischof von Leoben dem Neubau einer Kirche zu. Der Platz, an dem die neue Kirche, der Pfarrhof und die Schule errichtet werden sollten, wurde nun an der Sonnseite des Tales festgelegt. Im Josephinischen Kataster ist er als zur Herrschaft Pux zugehörig - Karl im Bach - eingetragen. Die Mittel zum Grundkauf kamen von der Bevölkerung und der Patronatsherrschaft der gleichzeitig einzurichtenden Schule.
      Mit dem Bau wurde 1790 nach den Plänen von J. Hillebrandt begonnen, 1791 war er soweit fertiggestellt, dass Portatile und Altar aus der alten Ulrichskirche übertragen werden konnten. Nach Vollendung des Pfarrhauses 1793 benefizierte der Dechant Leopold Hösse die Kirche. Gleichzeitig scheint auch die Übertragung der Glocke von 1500 aus der alten Kirche stattgefunden zu haben. Seelsorgegerät kam durch Schenkungen in die neue Lokal-Curatie, die finanziellen Mittel waren durch Grundkauf und Bau erschöpft.

      Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden für die Kirche u.a. angekauft: verschiedene Heiligenbilder, ein Beichtstuhl, ein Hochaltar im romantischen Stil, eine Orgel mit sechs Registern.
      Krakauebene wurde 1892 zur Pfarre erhoben. Der erste definitiv eingesetzte Pfarrherr war Alois Schober, dem von 1919 an die Seelsorge hier oblag. 1935 erfolgte eine neuerliche Aufstellung des ersten Hochaltares, der bei dieser Gelegenheit wahrscheinlich umgebaut worden war. Eine umfassende Renovierung des Kircheninnenraumes konnte 1975/76 durchgeführt werden. Dabei erhielt die Kirche einen neuen Bretterboden, die Decke wurde mit Holz verkleidet, Orgelempore und Kirchenbänke wurden erneuert, Altäre und Kanzel einer gründlichen Restaurierung unterzogen.


  • Die Schützengarde Krakauebene

    Die Schützengarde Krakauebene

    Die Ursprünge der Schützengarde finden sich bereits in napoleonischer Zeit. Im Jahre 1809 soll eine französische Patrouille von Murau nach Krakaudorf gekommen sein; bei ihrem Abzug soll der Soldat Johann Turaß zurückgeblieben sein...

    www.schuetzengarde-krakauebene.at

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    • Die Ursprünge der Schützengarde finden sich bereits in napoleonischer Zeit.

      Im Jahre 1809 soll eine französische Patrouille von Murau nach Krakaudorf gekommen sein; bei ihrem Abzug soll der Soldat Johann Turaß zurückgeblieben sein. Im Hause Nr. 43, vulgo Bichlschneider (heute Langmaier) soll er Unterschlupf gefunden haben. Wahrscheinlich ist er bei den Fronleichnamsprozessionen in seiner französischen Uniform als "Festgewand" mitgegangen und hat auch bei der Bevölkerung einen entsprechenden Eindruck hinterlassen. So ist denkbar, dass bereits ab dem Jahr 1811 eine erste bescheidene Garde in Krakaudorf existierte. Ausgehend von diesen Voraussetzungen ist es sehr wahrscheinlich, dass zwei Jahre nach Krakaudorf auch in Krakauebene eine Schützengarde gebildet wurde.

      Schließlich war in der Gemeinde Krakauhintermühlen der neue Pfarrsprengel Krakauebene geschaffen und 1793 die Kirche zum Hl. Ulrich eingeweiht worden. Bereits weit vor dem Entstehen der Schützengarde wurde allerdings die Fronleichnamsprozession von den sogenannten "Prangschützen" begleitet. Eine Tradition, die auf die Gegenreformation von 1555 und 1618 zurückreicht. Damals gab es sehr wohl einen militärischen Schutz für das "Allerheiligste" bei den diversen Prozessionen, denn Übergriffe von Andersgläubigen waren nicht einmal selten. Sechs oder acht Soldaten, entweder des Militärs oder der Bürgerwehr, flankierten in diesen Jahren schützend das Allerheiligste.

      Der so eingebürgerte Ehrenschutz des Allerheiligsten bei feierlichen Prozessionen erhielt bald den Namen "Prangschützen". Prang kommt von "Prunk"und ganz besonders im österreichisch - bayrischen Alpenraum steht das Wort in engem Zusammenhang mit dem Fronleichnamsfest, dem "Frühlingsfest" der katholischen Kirche. In vielen Gegenden wurde und wird dieser Tag noch "Prangtag" genannt.
      Begründet darf man daher annehmen, dass der Soldat Turaß in Krakaudorf nur der äußere Anlass war, die vorhandene Tradition neu zu beleben und zu erweitern. Heinrich Ferstl, der Pfarrprovisor von Krakauebene, hat 1908 in der Pfarrchronik festgehalten: "Die hiesige Schützengarde ist seit 1908 durch Statuten organisiert. Zu wünschen wäre, daß auch das Probeschießen von ihr wieder geübt werde." Die erwähnten Statuten sind leider verlorengegangen, und man kann heute nur annehmen, dass in ihnen die Eigenart der Schützengarde festgehalten worden ist, die Offiziersränge und Chargen an eine Familie, besser gesagt, an einen Hof zu binden.
      Früher war der Pfingstsonntag der Werbesonntag für die Garde. Seit 1981 werden die Offiziere und Chargen gewählt. Die Uniform ist eindeutig nach französischem Vorbild aus der Zeit der napoleonischen Kriege nachempfunden. Die Rangabzeichen entsprechen der österreichischen Armee.
      Diese Mischung ist sicher dadurch entstanden, dass im vergangenen Jahrhundert eine lange Wehrdienstzeit vorgeschrieben war und die abgerüsteten Soldaten ihre militärischen Erinnerungen in die Schützengarde miteingebracht haben. Sie besteht aus einer weißen Leinenhose mit einem roten Seitenstreifen für die Unteroffiziere und zwei für die Offiziere. Der frackartige braune Uniformrock hat rote Aufschläge und ist bei den Offizieren grün, dem "flaschengrün" der Generalstäbler der k.u.k. Armee entsprechend.
      Chargen und Offiziere haben zudem goldene Epauletten, Offiziere und Fähnrich tragen eine aus golddurchwirktem gelben Stoff gefertigte Federbinde. Als Kopfbedeckung hat die Mannschaft schwarze Bärenfellmützen mit goldenen Verzierungen und weißen Federbüschen, die bei den Chargen bunt sind. Die Offiziere und der Fähnrich tragen Generalshüte mit grünen bzw. schwarzen Federn. Als Waffen tragen Offiziere und Fähnrich einen leicht gebogenen Säbel, der etwa dem Infanterieoffizierssäbel des ausgehenden 18. Jahrhunderts entspricht. Die Mannschaft hat statt den ursprünglichen Vorderladern seit wenigen Jahren einheitlich das Repetiergewehr K98 und trägt über der Brust gekreuzte weiße Lederriemen für die Patronentaschen und das Bajonett.

      Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges durfte die Schützengarde Krakauebene wieder in der Öffentlichkeit auftreten. Dem in Murau tätigen Hauptschuldirektor Alfons Tockner ist es zu danken, dass am Fronleichnamstag des Jahres 1948 erstmals wieder die Garde in Erscheinung trat.
      Ein fester, eigenständiger Bestandteil der Schützengarde ist die Musikkapelle. Sie ist identisch mit der Kapelle des Musikvereines Alpenklänge Krakauebene. Der Kapellmeister und der Stabführer stehen im Offiziersrang, der nicht näher gekennzeichnet ist. Einheitlich tragen alle einen weißen Federbusch auf den Kopfbedeckungen. Bei den Ausrückungen mit der Schützengarde führt der Musikverein einen Schellenbaum mit sich.


  • Das Faschingrennen

    Das Faschingrennen

    u den ältesten Bräuchen in der Krakau gehört das Faschingrennen. Es hatte in Krakauebene seinen Ursprung und wird jedes zweite Jahr am Faschingmontag (Damischmontag) in Krakauhintermühlen ausgetragen...

    Bilder Faschingrenner

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    • Zu den ältesten Bräuchen in der Krakau gehört das Faschingrennen. Es hatte in Krakauebene seinen Ursprung und wird jedes zweite Jahr am Faschingmontag (Damischmontag) in Krakauhintermühlen ausgetragen. Der wilden Jagd gleich stürmen zuerst die "Schelläufer" in weißen Hemdenröcken und Papiermützen über die beschneiten Felder von Gehöft zu Gehöft, wo jeweils ein Scheffel Hafer und ein Eierkorb bereitgestellt sind. Das Faschingrennen geht auf einen heidnischen Brauch zurück, bei dem mit Glockenschellen, Singen und Jauchzen die "Winterunholde" ausgetrieben werden. An der Spitze des Zuges der Faschingrenner läuft der "Wegauskehrer", ein ganz in Rot gekleideter, wendiger Bursche mit einer spitzen Mütze und einem langen Besen dem Zug voraus; er muss die bei den Bauernhöfen errichteten, drei bis vier Meter hohen Hindernisse (über die Wege gespannte Ketten) überspringen. Erst wenn ihm dies gelingt, darf der ganze Zug zu Speis und Trank ins jeweilige Bauernhaus einkehren. Dem Wegauskehrer folgen bis zu 30 "Schellfaschinge", bekleidet mit weißen Hemden, Trachtentüchern um die Schultern, kurzen Lederhosen, weißen, langen Unterhosen, Stutzen und Berghschuhen und mit reich verzierter, bis zu einem Meter hoher Zuckerhutmütze. Jeder trägt einen Gürtel mit einem Schellen- oder Glockenrollkranz. Vier "Glockfaschinge", sonst gekleidet wie die Schellfaschinge, jedoch mit einem steirischen Hut, geschmückt mit langen Bändern, tragen einen Schäferstecken und große Herdenglocken in der Hand und werden vor jedem Haus von den Schellfaschingen im sogenannten "Kranzl" umtanzt.
      Schon von weitem hört man das Nahen dieses lustigen Faschingszuges, der von den "Vetteln" komplettiert wird. Im Zug wird auch ein künstliches "Ross" mitgeführt, dem ein k. und k. Rosshändler, ein Schinder und ein Schmied mit deren Weibern folgen. der Händler preist mit viel Lob sein Ross zum Verkauf an, dieser "Schimmel", der vom Schmied beschlagen und dann verkauft wird, verreckt aber nach wenigen Schritten, worauf ihn der Schinder zerteilt. Darauf sagt der Händler zum kaufenden Bauern: "Was liegt, g´hört dein, was steht, g´hört mein". Dabei springt der Schimmel wieder auf, und das Rennen beginnt aufs neue.
      Zu den Faschingrennern gehören noch ein "Schottenklaner", der versucht, die Zuseher mit Farbe zu beklecksen, ein "Hühnergreifer", der als Geier verkleidet ist, ein "Eierträger", der die von den Bauern vor das haus gestellten Eier einsammelt, verschiedne andere Hausierer und nicht zuletzt die schon erwähnten "Vetteln", als Frauen verkleidete Burschen, die die Leute um ein "Zutzgeld" (Stillgeld, die alte Form der Kinderbeihilfe) für ihre mitgeschleppten "Kinder" (bunte Stoffpuppen) anbetteln. Mit von der Partie sind noch Friseure, Ärzte und Hausierer. Nicht umsonst heißt es "Faschingrennen", denn die Laufleistung bei tiefem Schnee oft querfeldein ist gewaltig. Hausierer und Vetteln, die das Geld eintreiben, schaffen es jedes Mal, vor dem letzten Glockenschlag noch "einzurennen". So wird der Glaube aus frühester Zeit hochgehalten, dass das Faschingrennen ein fruchtbares Jahr bringen würde.


  • Das Kirchweihfest - Ulrichsonntag

    Das Kirchweihfest - Ulrichsonntag

    Dem Patroziniumsfest der Pfarre Krakauebene entsprechend, wird das Kirchweihfest am ersten Sonntag im Juli gefeiert...

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    • lrichsonntag
      Dem Patroziniumsfest der Pfarre Krakauebene entsprechend, wird das Kirchweihfest am ersten Sonntag im Juli gefeiert.
      Es beginnt schon am Samstag vorher mit dem "Zapfenstreich" der Musikkapelle, die durch den ganzen Ort zieht. Über die "Prangschützen", dem wesentlichen Bestandteil des Festes, sei hier nur kurz angemerkt, dass diese Art von "Ehrengarde" in der ganzen Gegend heimisch sind und eine tiefe historische Wurzel haben. Der Name kommt von der Fronleichnamsprozession her, jenem "Prunk", mit dem seit alters her dieses Fest begangen wird. Sie tragen eine Grenadieruniform aus der Napoleonzeit, bestehend aus weißen Lampashosen, grünbraunen Fräcken, über der Brust gekreuzten weißen Wehrgehängen und kokardenbesetzten Fellmützen.

      Nachdem mit Böllerschüssen zeitig genug geweckt wurde, treten die Prangschützen zur Vergatterung an, um feierlich in die Kirche einzuziehen und der sogenannten Schützenmesse beizuwohnen. Nach dem danach abgehaltenen Hochamt zieht eine Prozession durch den Ort. Eine Wiederholung der Fronleichnamsprozession, bei der ebenfalls zu den vier aufgestellten Evangeliumsaltären gegangen wird. Die mit Blumenkränzen (dem sogenannten Evangelkraut) geschmückten Muttergottesstatuen aus den alten Hauskapellen werden mitgetragen. Die schönste wird "Evangeltrage" genannt und unmittelbar vor dem Baldachin mit der Geistlichkeit getragen. Für sie bilden die Prangschützen bei jedem Altar ein Spalier. Nach dem erteilten Segen wird von den Prangschützen eine "Generaldecharge" (Ehrensalve) geschossen. Das oben erwähnte Evabgelkraut wird verteilt.
      Bei schweren Gewittern werden zum Schutz Teile davon verbrannt, der Rest dient der Räucherung zu Weihnachten.
      Nach der Prozession werden vorhandene Ehrengäste von den Prangschützen durch eine Generaldecharge geehrt, die natürlich nicht unbelohnt bleiben darf. Der so eingehaltene Festtag steigert sich bei Musik und Tanz bis in die späten Nachtstunden.


  • Der Steirische Herrgott

    Der Steirische Herrgott

    Der "Steirische Herrgott", neben dem Wasserscheibenschießen am Schattensee bekanntestes Wahrzeichen der Gemeinde, befindet sich in der Fortnerkapelle in Unteretrach, dem zur Pfarre Krakaudorf - St. Oswald gehörenden Teil der Gemeinde...

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    • Schon zur Pestzeit, Anfang des 18. Jahrhunderts, läßt sich beim vlg. "Fortner" eine Hauskapelle feststellen. Die heutige Kapelle wurde 1887 errichtet. Die Andachtsstätte ist gemauert, von annähernd quadratischem Grundriß, über dem Satteldach erhebt sich ein Dachreiter mit einer kleinen Glocke. Der Altar der Kapelle ist in Form eines Triptychons aus dem Mittelteil und zwei Seitenteilen des frühbarocken Hochaltares der Pfarrkirche St. Oswald gestaltet, der 1776 dem jetzigen Hochaltar weichen mußte.
      Die Bildflügel zeigen: Mitte hl. Oswald mit hl. Florian und hl. Wolfgang, rechts hl. Georg mit Drachen, links hl. Sebastian.
      Über dem Altar hängt das Holzrelief des hl. Isidor, des Bauernheiligen, auch "Steirischer Herrgott" genannt. Ein schwarzbärtiger Mann neigt sich über einer Wolke mit einem Segensgestus dem Betrachter zu. Den gut Modellierten Kopf umgibt eine Strahlenkranz, die rechte Hand hält einen Heurechen. Nach der Kleidung, lederne Bundhose, gefältetes Hemd, offener langer Rock, ist das Hochrelief um die Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden.
      Von der weiteren Ausstattung der Kapelle seien die beiden Tafeln mit Kreuzwegstationen aus dem 18. Jahrhundert, gemalte Kopien des Gnadenbildes von Mariazell und des Passauer Mariahilfbildes erwähnt. Außerdem wird in dieser Kapelle ein Votivbild Maria Schöder von 1765 aufbewahrt.


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